Elternpower

Unsere Infos zum "Familienprojekt Ausbildungssuche"  
 

10 wichtige Tipps

 

 

Hallo Eltern,

Eltern sind oft ratlos, wie sie ihrem Kind in dieser Phase helfen können. Sie wissen, dass die Berufswahl entscheidend für die Zukunft ihres Kindes sein kann. Aber die Kinder stehen sich in der Pubertät oft selbst im Weg und lehnen eine „Einmischung“ ab. Trotzdem sind Sie als Eltern die wichtigsten Ratgeber bei der Berufsorientierung ihrer Kinder. Man hat herausgefunden, dass bei den Jugendlichen die Meinung der Eltern viel mehr zählt als das, was Freunde, Verwandte, Lehrer oder Berufsberater empfehlen. Das sollte Ihnen persönlich Mut machen, immer wieder das Gespräch mit Ihrem Kind zu suchen, auch wenn es momentan vielleicht schwierig ist, mit ihm zu reden. Keiner weiß besser über die Wünsche, Stärken und Schwächen Ihres Kindes Bescheid als Sie selbst. Anregungen und Tipps, wie Sie diese Hürde gemeinsam mit Ihrem Kind nehmen, wollen unsere „Begleitbriefe“ zur Berufswahl geben. Es ist übrigens gar nicht so wichtig, dass Sie auf jede Berufswahl-Frage Ihres Kindes immer die passende Antwort haben. Oft sind nur der gesunde Menschenverstand und ein offenes Ohr gefordert.
 

5. Klasse

Machen Sie sich bei Elternveranstaltungen ein Bild von der Schule: Lernen Sie Lehrkräfte, Schulleitung und andere Eltern kennen. Informieren Sie sich, welche Angebote die Schule zur Berufsorientierung macht. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, die Mappe „Mein Weg“ mit Nachweisen und Zertifikaten zu füllen. Fördern Sie sinnvolle und bei Ihrem Kind.
 

6. Klasse

Geben Sie Ihrem Kind eine feste Aufgabe im Haushalt. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über eigene Berufserfahrungen oder bitten Sie Verwandte und Bekannte, über ihren Beruf zu Berichten. Erzählen Sie Ihrem Kind, was Ihnen im Leben wichtig ist, was Ihre Wünsche und Ziele sind. Überlegen Sie gemeinsam, welche Stärken und Fähigkeiten Ihr Kind besitzt. Wie können Sie Neigungen und Interessen diese noch mehr fördern?

 

7. Klasse

Nehmen Sie Ihr Kind an den eigenen Arbeitsplatz mit oder bitten Sie Verwandte, Freunde und Bekannte, dies zu tun. Fragen Sie nach, welche Arbeitsplatz- und Betriebserkundungen Ihr Kind durchführt und sprechen Sie über seine Erkundungsberichte. Gehen Sie zum Elternabend, bei dem die Mappe „Mein Weg zur Ausbildung“ vorgestellt wird. Informieren Sie sich regelmäßig beim Lehrer über die schulischen Leistungen Ihres Kindes. Können Sie sich vorstellen, in der Klasse Ihres Kindes über Ihren eigenen beruflichen Werdegang zu berichten? Besuchen Sie mit Ihrem Kind das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit (BIZ) und die Veranstaltungen zur Berufsorientierung im BIZ. Begleiten Sie Ihr Kind zu „Berufsinformationstagen“ und zum „Tag der offenen Tür“ von Betrieben. Ihr Kind sollte am Ende der 7. Klasse Bescheid wissen, wo es sich über Ausbildungsgänge und Berufe informieren kann.
 

8. Klasse

In diesem Jahr fällt die Berufsentscheidung!

Gute Noten sind besonders wichtig, denn mit dem Zeugnis der 8. Klasse bewirbt sich Ihr Kind um einen Ausbildungsplatz. Besuchen Sie mit Ihrem Kind „Ausbildungsplatzbörsen“ der Kammern und den „Tag der offenen Tür“ von Berufsschulen. Helfen Sie bei der Suche nach Praktikumsplätzen. Motivieren Sie Ihr Kind dazu, in den Ferien zusätzliche freiwillige Praktika zu machen. Dies sollte mit der Schule abgestimmt werden. Lesen Sie mit Ihrem Kind Anzeigen von Ausbildungsstellen und helfen Sie dabei, Anschriften von Ausbildungsbetrieben herauszufinden. Am Schwarzen Brett in der Schule wird die Azubi-Beilage der örtlichen Nachrichten ausgehängt. Achten Sie auf die Bewerbungstermine. Bei großen Unternehmen und bei Behörden müssen sich die Schüler bereits in der 8. Klasse bewerben. Werfen Sie einen Blick auf die Bewerbungen Ihres Kindes. Kostenlose Unterstützung bietet auch die IHK Ulm. Beraten Sie Ihr Kind bei der Kleiderwahl für ein Vorstellungsgespräch. Gehen Sie mit Ihrem Kind spätestens im 2. Halbjahr zum Berufsberater der Agentur für Arbeit, wenn es noch keine Lehrstelle gefunden hat.

 

9. Klasse

Auf geht`s zum Endspurt bei der Lehrstellensuche.

Sie können nicht alles selber in die Hand nehmen. Informationen, wie man sich auf Vorstellungsgespräche und Auswahltests vorbereitet, gibt es z.B. bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Absagen auf Bewerbungen sind nichts Schlimmes,sondern ganz normal. Helfen Sie Ihrem Kind, dass es auch nach erfolglosen Bewerbungen nicht den Mut verliert. Hinterfragen Sie aber auch kritisch, ob Ihr Kind den passenden Beruf gewählt hat. Ein freiwilliges Praktikum in den Ferien kann auch jetzt noch die Tür zu einem Ausbildungsplatz öffnen. Motivieren Sie Ihr Kind zu weiteren Betriebspraktika. Achten Sie auf Anmeldetermine, falls Ihr Kind eine weiterführende Schule besuchen wird. Mit einem guten „Quali“ kann Ihr Kind auch in die 10. Klasse des Mittlere-Reife-Zugs übertreten. Sprechen Sie mit dem Klassenlehrer Ihres Kindes und lassen Sie sich beraten. Sollte alles Erfolglos sein gehen Sie mit Ihrem Kind zur IHK und informieren Sie sich über EQ (Einstiegsqualifizierung).

 

Tipps zur Berufsorientierung sind in der Arbeitsbroschüre „Zukunft… nur mit Ausbildung!“ zu finden. 
 

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10 wichtige Tipps:

 

1. Geben Sie Ihrem Kind feste Aufgaben im Haushalt.

Das kann Einkaufen, Zimmer aufräumen, Müll wegbringen, Blumen gießen oder etwas anderes sein. Achten Sie darauf, dass die Aufgaben regelmäßig erledigt werden. Zuverlässigkeit und Ausdauer sind Eigenschaften, die im Berufsleben eine wichtige Rolle spielen.

 

2.Hat Ihr Kind ein Hobby?

Wenn nicht: Suchen Sie mit Ihrem Kind eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Für fast jedes Hobby gibt es Vereine, in denen es andere Kinder mit den gleichen Interessen kennen lernen kann. Zwar kann nicht jeder sein Hobby später zum Beruf machen. Aber zu wissen, was Ihrem Kind viel Spaß macht, kann dabei helfen, einen geeigneten Beruf zu finden.

 

3. Ehrenamtliches Engagement zahlt sich aus bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Man hat herausgefunden, dass Jugendliche, die sich zum Beispiel als Rettungssanitäter, bei der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk (THW) oder in Vereinen engagieren, viel schneller einen Ausbildungsplatz finden als Jugendliche, die das nicht tun. Fördern Sie daher Ihr Kind bei solchen Aktivitäten außerhalb der Schule.

 

4. Für viele Ausbildungsberufe werden bestimmte Schulnoten oder ein bestimmter Notendurchschnitt erwartet.

Gute Durchschnittsnoten sind oft noch entscheidender als ein höherer Schulabschluss. Schade, wenn es dann wegen einer 4 in Mathe nicht klappt mit der Ausbildung zum Industriemechaniker/in. Noten lassen sich fast immer verbessern.

 

5. Versuchen Sie die Wünsche, Interessen, Fähigkeiten und Begabungen Ihres Kindes herauszufinden.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, vielleicht sind ihm seine eigenen Stärken bisher gar nicht so bewusst. Wer seine Stärken kennt, tut sich viel leichter dabei, einen passenden Beruf zu finden. Und Arbeitgeber drücken bei einer schlechten Note schon mal ein Auge zu, wenn jemand weiß, was er gut kann.

 

6. Viele Kinder wissen nicht einmal, welchen Beruf die Eltern ausüben oder gelernt haben.

Erzählen Sie Ihrem Kind von der eigenen Ausbildung und aus dem eigenen Berufsleben. Machen Sie die Wunschberufe Ihrer eigenen Kindheit zum Thema, um mit Ihrem Kind über seine aktuellen Traumberufe zu sprechen. Auch Verwandte, Freunde und Bekannte erzählen meistens gerne über Erlebnisse aus ihrem Berufsleben.
 

7.Selbst Experten streiten sich, wie viele Stunden ein Kind höchstens vor dem Computer oder Fernseher verbringen sollte.

Fakt ist, dass vor allem Jungs viel zu lange vor den Bildschirmen sitzen, da ihnen vom Elternhaus nur selten Grenzen gesetzt werden. Vereinbaren Sie deshalb mit Ihren Kindern einen täglichen Zeitrahmen für Fernsehen und Computerspielen (z.B. höchstens 2 Stunden), der nicht überschritten werden darf.

 

8. Suchen Sie den regelmäßigen Kontakt zum Klassenleiter bzw. zur Klassenleiterin Ihres Kindes.

Gibt es dringende Probleme, dann warten Sie nicht bis zur nächsten Sprechstunde oder zum nächsten Elternabend. Immer mehr Lehrkräfte können Sie auf dem Handy erreichen oder ihnen zumindest eine Nachricht hinterlassen.

 

9. Wenn Ihr Kind nach der Bewerbung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen wird, dann ist es dem Ziel „Ausbildungsplatz“ schon sehr nahe.

Helfen Sie mit, dass auch die letzte Hürde genommen wird. Sorgen Sie am Tag des Vorstellungsgesprächs vor allem für angemessene Kleidung. Üben Sie vorher gemeinsam den Weg zum Arbeitgeber, damit Ihr Kind nicht zu spät kommt.

 

10. Wenn die Bewerbungen Ihres Kindes immer nur mit Absagen beantwortet werden, dann braucht es Unterstützung und Rückhalt bei den Eltern.

Versuchen Sie Ihr Kind zu motivieren, gerade wenn es den Mut verliert und eigentlich aufgeben möchte. Sie sollten aber auch bedenken, ob es den richtigen Beruf gewählt hat.

 

Damit kommt Ordnung in die Berufswahl Ihres Kindes!

 

 
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